Es handelt sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Judith Kerr aus dem Jahr 1971. Die Handlung beginnt im Februar 1933 in Berlin, als die neunjährige Anna und ihre Familie vor den aufkommenden Gefahren der Nazis fliehen. Annas Vater, ein bekannter Journalist und Kritiker des Regimes, erfährt von einer Todesliste, auf der sein Name steht. Er beschließt, zuerst nach Prag und dann in die Schweiz zu fliehen, gefolgt von seiner Familie - seiner Frau Dorothea und den Kindern Anna und Max.
Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die Familie Kemper ihr komfortables Leben in Berlin-Grunewald zurücklässt und in verschiedene europäische Städte flieht, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. In der Schweiz, in Paris und schließlich in London müssen sie sich mit den Herausforderungen des Exils und der Unsicherheit auseinandersetzen. Anna und Max müssen sich in jeder neuen Umgebung anpassen, neue Sprachen lernen und mit den engen Wohnverhältnissen und finanziellen Schwierigkeiten zurechtkommen.
Die Bedrohung durch die Nazis bleibt stets präsent, sei es durch Nachrichten von Freunden und Verwandten in Deutschland, die unter den rassistischen Gesetzen leiden, oder durch die Feindseligkeit und Vorurteile, denen sie als jüdische Flüchtlinge in den Gastländern begegnen. Diese Unsicherheit über die Zukunft prägt ihr tägliches Leben und ihre Entscheidungen.
Der Roman von Judith Kerr bildet den ersten Teil einer Trilogie, die Annas Entwicklung von einem neunjährigen Mädchen zu einer erwachsenen Frau in den 1950er Jahren verfolgt. Es ist ein bewegendes Zeugnis der Flüchtlingserfahrung während des Zweiten Weltkriegs und thematisiert die Themen Verlust, Hoffnung und Resilienz in einer turbulenten Zeit. Der Film "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" fängt die emotionalen Höhen und Tiefen der Familie Kemper während ihres Exils in Europa eindrucksvoll ein.