Ein Dokumentarfilm über die Verfolgung der Homosexuellen während der Nazidiktatur. Klaus Müller, Leiter der Europa-Abteilung des Holocaust-Museum in Washington, hat gemeinsam mit den Regisseuren Rob Epstein und Jeffrey Friedman sechs Überlebende in ihren Wohnungen besucht. Diese Interviews – zum Teil in deutsch und französisch geführt und mit englischen Untertiteln versehen – bilden das Kernstück des Films.
Zögernd erzählen die Sechs aus ihrer Jugend, blättern in alten Fotoalben, berichten von ihren ersten sexuellen Erlebnissen - und von der Scham, dem Schrecken und dem Schmerz, denen ihre Liebe im Dritten Reich ausgesetzt war.
Die Erinnerungen der Porträtierten verdeutlichen die Filmemacher mit Archivaufnahmen aus den 20er und 30er Jahren, in denen besonders das liberale Berlin als „homosexuelles Eden“ galt.
Mit der Machtergreifung der Nazis änderte sich die Situation schlagartig. Homosexuelle Männer waren sofort massiver Verfolgung ausgesetzt. Die Filmemacher vermuten, dass die Attacken damit zusammenhängen, dass die Nazis mit Ernst Röhm selbst einen Homosexuellen in ihren eigenen Reihen hatten. Je mehr die Öffentlichkeit von Röhm erfuhr, desto härter wurden die Angriffe auf Homosexuelle allgemein.